Digikam 0.10.0 für KDE4 erschienen
Posted on 22. Mrz, 2009 by zahnersatz in Graphisches

Bereits am vergangenen Mittwoch ist Digikam 0.10.0 für KDE 4 erschienen. Die Foto-Management Software dient in erster Linie dazu, seine Foto-Sammlung zu verwalten und sortieren. Darüberhinaus kann man einige Veränderungen und Bildkorrekturen durchführen, auch dem Export von Bildern auf diverse Foto-Portale steht nichts im Wege. Tatsächlich bin ich schon länger auf der Suche nach einer Software, mit der ich meine Fotos gut verwalten kann. Mit einer Digitalkamera sammeln sich schnell große Mengen an Fotodaten. Digikam unterstützt alle gängigen Fotoformate, auch Raw-Dateien sind kein Problem. Angetan bin ich von der Importfuntion. Meine schwer beladene SD-Karte wird von Digikam erkannt und bequem kann ich nun die Bilder auswählen, die ich importieren möchte, neue Alben anlegen, löschen usw. Kleines Manko: Auch einige andere Dateien, wie z.B. Wav-Dateien werden von Digikam fälschlicherweise als Bild identifiziert und landen so mit im Auswahldialog. Auch direkt von der angeschlossenen Kamera lassen sich Bilder importieren.
Sind die Fotos erstmal in den Alben kann die Verwalterei seinen Lauf nehmen. Meiner Meinung nach ist das die größte Stärke von Digikam. Im Handumdrehen weise ich meinen Bildern Tags zu, sortiere sie in verschiedene Alben, lasse sie mir chronologisch nach Tagen, Monaten und Jahren oderim Zeitstrahl anzeigen, bewerte sie, indem ich bis zu fünf Sterne vegebe. Es ist möglich mehrere Bilder des gleichen Motivs auf dem sogenannten “Lighttable” minutiös zu vergleichen. Ausserdem kann man sich schnell einige Slideshows zusammenklicken, besonders der schicke “Ken Burns”-Effekt hat es mir dabei angetan.
Desweiteren kann ich bei Digikam auch leichte Bildbearbeitung betreiben. Angefangen damit, dass sich Bilder drehen und zuschneiden lassen, über Rote-Augen-Korrektur, Regler für Sättigung, Kontrast, Farbkurven, Schärfen, bis hin zu einigen wenigen Filtereffekten, um nur einige Beispiele zu nennen. All diese Dinge erledige ich aber dann doch gleich lieber genau im guten alten Gimp. Um schnell mal ein Bild zu drehen, oder zuzuschneiden aber allemal praktisch.
Auch einige Möglichkeiten zur Stapelverarbeitung hat Digikam mit an Bord. So kann man unter anderem auf Knopfdruck Bildformate konvertieren, Bildgrößen ändern, Filter setzen etc. Allerdings funktionieren diese Stapelverarbeitungen nicht bei meinen Nef-Dateien, dem Raw-Format von Nikon. Lediglich der “Batch Raw Converter” kann – zumindest bei mir – mit den Nef-Dateien umgehen. Leider scheint es aber so zu sein, dass man bei den Raw-Konvertierungen auch relativ viel Hand anlegen muss, bis man die verschiedenen Regler so eingestellt hat, damit etwas, dem Original halbwegs ähnlich sehendes herauskommt. Diese Probleme können aber auch gut und gerne an meinem System oder meinen Dateien liegen, da ich mit der älteren Version 0.9.4 von Digikam mit der Nef-Datei einer anderen Kamera und auf einem anderen Rechner weitaus bessere Ergebnisse erzielt habe. Ausserdem habe ich auch nicht viel Erfahrung im Batch-Konvertieren von Raw-Dateien, die (nichtstapelverarbeiteten) Ergebnisse von Ufraw haben mir aber besser gefallen.
Digikam ist für mich allerdings in allererster Linie ein Programm für die Bilderverwaltung. Und dafür ein sehr gutes. Meine Bilder werden also ab sofort in Digikam verwaltet, wenn ich ein einzelnes intensiv bearbeite, schicke ich es über Digikam zu Gimp, das es schon mitsamt Ufraw-Plugin erwartet.




AndreasP
29. Mrz, 2009
Hi und vielen Dank für das Video zu DigiKam 0.10…
Zuallerst muss ich mich outen: Ich bin zwar kein Entwickler aber doch immerhin ein PowerUser und noch schlimmer: Informatikstudent (TU!) Das allerdings momentan mehr schlecht als recht und bin gerade etwas durch Semester gerasselt…Zu viel auf einmal! Naja neues Semester, neue Chance.
Zu deinem Blog, vielen Dank und erst mal alles gute, Tux (oder Tuz), freie Software und/oder offene Quellen haben schon einiges an Weg hinter sich.
Ich persönlich habe angefangen mit SuSE Linux 6.4 und nach ca. 4 mal neuinstallieren hat das auch tatsächlich funktioniert, so dass ich weitermachen konnte.
Nun: Kubuntu Intrepid, OpenSuSE 10.3 (OpenSuSE 11.1 will noch nicht so) (und eine version von Intrepid (easypeasy KDE4/GNOME) sogar auf meinem EEEPC)
FAZIT: Es läuft beinahe ALLES! Absolut geil.
Die Technik hinter KDE4 ist der absolute HAMMER und wird weitere Kreise ziehen,
aber auch die “GNOMIES” lassen sich nicht lumpen…. (GTK3 etc. ach ja Banshee!)
Je mehr “einfache Leute” mitmachen, und zeigen, dass Linux & Co. kein Hexenwerk ist, werden viele (u.a auch Ich “konnte mir eben kein PS leisten”) profitieren.
Jetzt wäre es noch schön, wenn die Schulen ebenfalls das (unbestreitbar) vorhandene Potential erkennen würden, und anfingen Linux in der Schule einzusetzen.
Ach ja SPIELE sind wichtig: (aber nicht immer die Win(XP/VISTA/7) Blockbuster) sondern die richtig bösartig fiesen und superguten Linux LOGIKspiele.
U.a zu finden unter http://www.holarse-linuxgaming.de
Desweiteren kann ich die Edu-Software der KDE-Leute empfehlen… (MARBLE, KALZIUM, STEP etc)
Last but not least hat die Linux-Foundation gerade einen Videowettbewerb am laufen, das das beste “I’m Linux” Video küren soll…. Zu finden unter video.linuxfoundation.org
Also denn,
Schönen Tag, AndreasP
Ansichtssache #1 Digikam 0.10.0 | tuxtux
29. Mrz, 2009
[...] mir gerade als Endnutzer in den Sinn kommt. Heute geht es los mit Digikam 0.10.0, über das ich ja hier schon kurz geschrieben habe. Am Besten schaut man sich das Video im Vollbild-Modus an, so kann man [...]
zahnersatz
29. Mrz, 2009
Holla, erster Kommentar und dann auch gleich so ausführlich
Vielen Dank!
Hui Suse Linux 6.4, das muss ne Weile her sein. Ich hab mal vor gefühlten Urzeiten versucht Suse 5.x auf meinem 486er zu installieren, was aber nie so wirklich funktioniert hat. Danach war bei mir jahrelang Pause, hab immer nur ein wenig geliebäugelt, bis dann Ubuntu Hardy kam. Then I made the move.
Auf meinem EEE-PC lief auch easypeasy, bin dort aber immer noch am suchen nach der perfekten Distro. Gnome läuft auf meiner Kiste doch etwas schleppend, hab mich also schon an XFCE versucht und bin jetzt gerade bei Cruncheee gelandet, was sehr flott, aber auch sehr spartanisch daherkommt. Mal sehen, womit ich letztendlich fahre.
Spiele sind auch so eine Thema. Als Mensch der immer gern gezockt hat, würde ich persönlich es begrüßen, wenn auch die großen Games-Blockbuster auf Linux liefen. Mit Wine kriegt man da manchmal was hin, aber generell ist das meines Erachtens ein großes Problem von Linux. Ich hoffe irgendwann ist Linux vielleicht populär genug und die Spielehersteller entwickeln auch native Versionen für Linux. Vielleicht werden bald auch alle Spiele nur noch gestreamt, wie mit On-Live angekündigt, wer weiss. Prinzipiell denke ich, dass es für Linux wichtig ist auf diesem Gebiet weiter zu kommen, denn ich glaube ein großer Teil der potentiellen Zielgruppe überschneidet sich mit den Gamern.
Nichtsdestrotrotz bin ich auch von den vielen Open-Source-Games, wie sie bei Holarse zu finden sind, angetan. Beeindruckend was da die Leute auf die Beine stellen.
Von dem “I’m Linux” Wettbewerb hab ich glaub ich nur am Rande gehört, muss ich mir auf jeden Fall mal näher ansehen…
Viele Grüße!